Gegen 4.30 hat uns ein Taxi vom Hostel abgeholt und zum Bus gefahren. In diesem durften wir dann ca. 1 Stunde warten bis die restlichen Trek-Teilnehmer eingetroffen waren und tatsaechlich die ganze Ausruestung verstaut war. Sogar an Andis dicken Schlafsack hatte man gedacht. Nach 2.5 - 3 Stunden Fahrt sind wir dann endlich in Mollepata, dem Ausgangspunkt unseres Treks, angekommen. Unterwegs haben wir noch ein ausgebebranntes Buswrack am Strassenrand gesehen. Nicht wirklich beruhigend, vor allem wenn sich der eigene Busfahrer kurz nach dem Passieren 3 mal bekreuzigt.
In Mollepata (2600m) gab es dann wieder ein "ausgiebiges Fruehstueck" bestehend aus Luftbrot und das ganze fuer Sol 5 pro Person. Welch eine Abzocke!
Kurz nach 9.00 sind wir dann losmarschiert. Nach einem jeweils kurzen Stueck bergauf und bergab ging es dann richtig los. Bis zum Mittagessen war der Weg relativ steil. Von den 4 Franzosen, die mit in unserer Gruppe waren, hatten die beiden Maedels schon frueh Probleme dem Tempo von Cino (Jorge) unserem Guide zu folgen. Nach dem Mittagessen, bestehend aus Pasta, ging ist leicht aber stetig bergauf bis zum Fuss des Salkantay. Andi ist strack vorangegangen und hat fuer die Strecke ca. 2 Stunden gebraucht. Wir anderen haben es langsamer angehen lassen und haben 2.5 bis 3 Stunden fuer die Strecke benoetigt. Die Nacht unterhalb des Gletschers war klar und kalt ,aber nicht so kalt wie erwartet, sodass wir den super Sternenhimmel bewundern konnten und am naechsten Morgen halbwegs ausgeschlafen den Aufstieg zum Pass in Angriff nehmen konnten. Aufgrund unserer Erfahrungen am Sairecabur hatten wir grossen Respekt vor den 800 Hoehenmetern, die uns bis auf 4600m hoch fuehren sollten. Im Endeffekt schienen wir aber besser akklimatisiert als all die anderen Touris und waren schon nach 2.25 Stunden oben und nicht nach den veranschlagten 4. Die 4 Franzosen kamen ca. 1 Stunden spaeter an, was immer noch gut unter dem Schnitt lag. Nachdem auch sie sich ausgeruht und Fotos von der wunderbaren Landschaft geschossen hatten, ging es dann an den Abstieg. Nach 1.5 Stunden Kniedauerbelastung waren wir endlich in der Ebene, in der es Mittagessen geben sollte. Mittlerweile hatte sich der blaue Himmel in dichten Nebel verwandelt.
Nach dem Mittagessen mussten wir weitere 3 Stunden bergab laufen. Inzwischen waren wir Dschungel angekommen (2600m) und mussten uns vor den Muecken in Acht nehmen. Auf dem Weg ins Camp haben wir noch einige Kolibris gesehen und viele Blumen. Der 2. Tag war im Nachhinein betrachtet sicherlich der coolste und abwegslungsreichste.
Der 3. Tag fuehrte uns weiter nach unten durch den Dschungel entlang eines Flusses. Direkt nach dem Mittagessen wurden wir auf "Busse" (unserer war ein offener LKW auf dem auch das gesamte Equipment und Gepaeck transportiert wurde) verladen und nach Santa Teresa geschippert, wo uns Millionen von Minimosquitos empfangen haben. Sau nervig. Da auch der Zeltplatz mit Reizen geizte (direkt nebenan wurden Rinder geschlachtet und ein Hund machte sich ueber einen Kuhdarm her) entschieden wir uns zu den heissen Quellen zu fahren. Diese waren echt schoen und wir konnten uns endlich wieder duschen und vernuenftig waschen. Nur Mosquitos gab es auch dort und am Ende waren wir, aber vor allem Adrian, von Mueckenstichen uebersaeht. Trotzdem war es sehr angenehm.
Am 4. Tag ging es nicht wie ueblich schon um 7.00 sondern erst um 8.00 los. Um genau zu sein erst um 8.20, da Cino verpennt hatte. Entlang des Urubamba Rivers und des heiligen Tals fuehrte der Weg nun wieder bergauf bis nach Aguas Calientes. Zuneachst folgten wir einer normalen Bergstrasse, die uns an zwei riesigen kuenstlichen Wasserfaellen vorbeifuehrte (der eine wurde zur Stromerzeugung genutzt), bis es Mittagessen gab. Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es an den Schienen entlang weiter bis nach Aguas Calientes. Auf unserem Weg sind wir einmal um den Fuss des Berges Machu Picchu bzw. Wayna Picchu herumgegangen und konnten so einen ersten kleinen Blick auf die alte Inkastadt werfen.
Wie zu erwarten war ist Aguas Calientes eine von Touristen ueberlaufene Stadt, da man nur von hier nach "Machu Picchu" kommt. Trotzdem war es ganz nett wieder in der Zivilisation zu sein.
Da der erste Bus nach Machu Picchu um 5.30 morgens faehrt, sind wir frueh ins Bett gegangen. Um puenktlich fuer den Bus anzustehen sind wir um 4.00 aufgestanden, haben um 4.30 gefruehstueckt und uns um 5.00 als 4., 5. und 6. in die Schlange eingereiht. Puenktlich um 5.30 rollten nicht, wie gedacht, ein Bus sondern 8 Busse an. Wir sind mit dem ersten kurz vor 6.00 in Machu Picchu angekommen und waren somit unter den ersten die bei Oeffnung auf das Weltkulturerbe stroemten. Super.
Die Franzosen, die es vorgezogen hatten morgens um 4.30 los zu laufen und die Treppen zu nehmen, haben es auch gerade noch puenktlich geschafft.
Machu Picchu ist super cool auf einem Sattel zwischen dem Machu Picchu und Wayna Picchu gelegen. Vor allem der Sonnenaufgang hinter den Bergen war atemberaubend. Wir hatten echt Glueck, dass nicht eine Wolke am Himmel war. Nach einer 2 stuendigen Fuehrung, die etwas ausfuehrlicher haette ausfallen koennen, stellten wir uns fuer die limitierten Tickets am Wayna Picchu an. Leider sind wir nicht mit dem ersten Schwung hoch gekommen, aber um 10.00 war es dann so weit. Andi konnte aufgrund leichter Magenbeschwerden nicht mitkommen. Echt schade. Der Aufstieg nach Wayna Picchu war steil und anstrengend, aber er hat sich definitv gelohnt. Vom Gipfel aus konnte man super Fotos von Machu Picchu und der Umgebung schiessen. Grossartig. Gegen 12.00 und nach einem Rennen nach unten haben wir (Adrian uns ich) uns dann erneut Machu Picchu im vollen Sonnenlich angesehen und viele Fotos geschossen. Gegen 14.00 haben wir Andi in einem Internetcafe in Aguas Calientes wiedergetroffen. Im Anschluss an das verspaetete Mittagessen, haben Adrian und ich kurz die e-mails gecheckt und sind dann zu den heissen Quellen gegangen, die Aguas Calientes (heisse Wasser) den Namen gegeben haben. Leider war dieses Bad bei weitem nicht so schoen hergerichtet wie das in Santa Teresa und so haben wir dort nur eine Stunde verbracht. Danach ging es wieder ins Internetcafe in dem Andi mittlerweile jede Website dieser Welt gelesen hatte. Gegen 19.00 haben wir zu Abend gegessen.
Um 21.20 ist unser Zug vom Bahnhof abgefahren. Nach 2 Stunden angenehmer Zugfahrt mussten wir in einen Minibus umsteigen, dessen Fahrer alles dafuer tat moeglichst ruckhaft zu fahren. Gegen 00.40 waren wir dann endlich wieder in Cusco, wo wir uns direkt schlafen gelegt haben.
Sunday, July 6, 2008
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
No comments:
Post a Comment